Ruhe vor dem Sturm…

Eigendlich müsste es mir doch gut gehen!? Ich habe wieder meine Routine, mein Zimmer, mein Rhythmus und doch hat mich gestern wieder eine dieser Panikattacken erwischt…aus dem Nichts…wie meistens…ok ich sollte nicht jammern, denn sie kommen weniger, aber grade deshalb hauen sie mich doppelt so stark um…es fühlt sich jedenfalls so an…

Sie dauern keine 4-5 Stunden mehr, gestern waren es keine 13 Minuten und schon hatte ich sie wieder im Griff, aber ich war den ganzen Nachmittag nicht gut drauf, meine Stimmung war unten und die Erwartungshaltung hat mich die ganze Zeit in einer nervösen Stimmung gehalten… ich konnte mich zwar ab und an etwas Ablenken, doch es kam immer wieder durch…

Ich freu mich, wenn mein Mann endlich Urlaub hat, da kann ich mich dann richtig Entspannen… es ist nicht einfach, wenn er die ganze Woche nicht da ist…ok ich kenne es ja nicht anders…er muss ja Arbeiten und es macht mir zu schaffen, das ich nicht mehr Arbeiten gehen kann. Ich versuch irgendwie mit Umfragen und anderen Kleinkram online etwas bei zusteuern, aber es ist nicht viel…. ich habe gearbeitet ich war auch mal eine zeitlang Selbstständig, aber mit meiner Krankheit wurde es schlimmer und es ging einfach nichts mehr…ich habe einen Schwerbehindertenaussweis, und man sieht es mir nicht an….ich habe Ihn nur ein einiges mal vorgezeigt…ich habe ihn erst seit 2018 obwohl ich ja schon seit 1998 mit Angstzuständen & Panikattacken zu tun habe…seit 2010 in der letzen Kur habe ich es sogar schriftlich…und seit dem meine Psychotherapeutin mir nicht mehr weiterhelfen kann, da ich alle „Programme“, Verordnungen, Schulungen ect. abgeschlossen habe bin ich nun bei einem Psychiater …Tabletten hab ich schon lange, viele ausprobiert und viele Nebenwirkungen weggesteckt…nun bin ich gut „eingestellt“ und will garnicht mehr was neues probieren… ich bin einfach nur Müde….resigniert, enttäuscht auch ein wenig….irgendwie hab ich mir von allen Behandlungen und Medikamenten mehr versprochen, aber es klappt einfach nicht…der Wille ist ja da…aber das Hirn ist schwach!

Mein Psychater meinte ich sollte mit meiner Krankheit „frieden“ schließen (entgültig diagnostiziert als „generalisierte Angststörung mit Panikstörung“), es akzeptieren, das ich es nie weg bekomme und ich wohl damit leben muss….er meinte dann wird es für mich leichter…irgendwie hat er recht auch wenn ich es blöd finde…wieso schaffen es andere und ich nicht?? Ich möchte manchmal einfach nur meine Sachen anziehen und raus aus der Wohnung ohne groß nachzudenken, wie jeder „normale“ Mensch, doch ich schaffe es nicht….(selten)….meistens nur in Begleitung und selbst das ist viel zu selten…etwas gutes kann ich daraus ziehen im Moment jedenfalls… ich bekomme kein „Corona Blues“ so viele haben Probleme damit, das sie nicht so raus gehen können wie sie möchten…samt Homeoffice… und drehen durch…

Ich kann das gut wegstecken, denn ich kenne es seit Jahren ja nicht anders…stolz bin ich aber nicht drauf, denn ich würde auch gerne raus…im Moment gehe ich „nur“ 1 mal die Woche mit zum Einkaufen und 1 mal im Monat mit meinem Sohn ins Krankenhaus und ich alle 3 Monat zum Arzt zur Kontrolle…eigendlich müsst ich mal wieder zum Psychater, aber wegen Corona ist da auch alles voll und ich habe sowieso nur alle 3 Monate dort ein Termin….ich glaub das kann ich dann auch ganz sein lassen…ich sag es ja, ich habe irgendwie aufgegeben…..naja fast…ein kleiner Rest in mir schreit noch …..mach weiter!!!!

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